Was ist PAM4? Definition und Fakten
PAM4 (4-Level-Pulsamplitudenmodulation) codiert zwei Bit pro Symbol und verdoppelt damit die Lane-Rate gegenüber NRZ — die Modulation hinter 50G+-Lanes.
PAM4 (4-level Pulse Amplitude Modulation) codiert zwei Bit pro Symbol über vier Amplitudenstufen, statt eines Bits pro Symbol wie NRZ. Die doppelte Information pro Symbol verdoppelt die Lane-Rate bei gleicher Symbolrate — so stiegen elektrische Lanes von 25G auf 50G und optische von 50G auf 100G.
Fakten:
- Trade-off: vier eng beieinanderliegende Pegel reduzieren die Störspannungsreserve auf etwa ein Drittel von NRZ. PAM4-Strecken hängen daher stark von Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC, meist RS-FEC) ab.
- Einsatzorte: 200G QSFP56 und 400G QSFP-DD/OSFP nutzen 50G pro Lane, 800G-Module 100G pro Lane — jeweils PAM4.
- Bedeutung: ohne PAM4 bräuchte 400G im Pluggable-Format 16 Lanes — physikalisch unpraktikabel.
Der Preis von PAM4 ist Signalintegritäts-Engineering: engere Kanalverlust-Budgets, bessere Entzerrung und verpflichtende FEC. Der Gewinn ist Bandbreitendichte — mehr Bit pro Lane, Modul und Watt.
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